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  • AutorenbildOlivia Alig

Stress bei der Unternehmensgründung?

Aktualisiert: 25. Jan.


Konfliktklärung durch Mediation, Cooperative Praxis (CP) & Beratung


In jeder Gründungsphase eines Unternehmens steckt ein Zauber. Dies gilt besonders häufig in der Medienbranche (z.B. Agentur, Designbüro, Verlag, Musiklabel oder Filmproduktion, u.ä.). Die Gründer:innen sind anfänglich von ihrer Idee und ihren Partner:innen begeistert, es gibt viel Raum für Kreativität und im besten Fall einen Plan. Viele Wegbegleiter:innen, wie beispielsweise Steuer-, Unternehmens- & Bankberater:innen und Rechtsanwält:innen erscheinen hier häufig als Hindernis bzw. Bedenkenträger, die diesen „Zustand“ vermeintlich erschweren. Damit werden die juristische und steuerrechtliche Prüfung sowie Begleitung des Vorhabens zur ersten Belastungsprobe der Unternehmung. – Dies insbesondere wenn über die rechtliche & finanzielle Beratung hinaus vergessen wird, was den Parteien (besonders) wichtig ist.


Entwickelt sich eine Gründung im Laufe der Zeit an den Interessen & Bedürfnissen der Vertragsparteien vorbei, kommt es oft zu Konflikten. Deshalb ist es bereits am Anfang essentiell, dass sich die Parteien ihrer eigenen Interessen, Bedürfnisse & Ziele bewusst werden, die des anderen "hören" und verstehen. Hier können Methoden der Mediation präventiv weiterhelfen. Zum Beispiel bei der Erstellung eines Gesellschaftsvertrages, um die Aufgaben, Rechte und Pflichten interessens-, zukunfts- & lösungsbasiert gemeinsam zu erarbeiten. Sollten dann später Konflikte auftreten, können sich die Beteiligten wieder an die Arbeitsgrundlage erinnern und auf dieser Basis den Streit lösen.


Alternative Konfliktklärungsverfahren, wie Mediation oder Cooperative Praxis (CP), sind das Mittel der Wahl bei Projekten und Verträgen, die von allen Beteiligten weiterhin realisiert werden sollen. Anspruchs- und Positionendenken, also ausschließlich rechtliche Betrachtungsweisen, helfen hier nicht weiter. Sie können sogar hinderlich sein und führen häufig zum Scheitern der Unternehmung. - Beispielsweise wenn es eigentlich um Wertschätzung und Anerkennung oder andere, nicht erfüllte Bedürfnisse geht, z.B. auch hinsichtlich der Aufgabenteilung zwischen den Gründer:innen. In der Regel wollen die Unternehmer:innen, auch im Streitfall, in Zukunft weiterhin zusammenarbeiten und ihre gemeinsame, geschäftliche Zukunft gestalten.


Meines Erachtens ist die Frage nicht, ob im Laufe der Gründung bzw. „Inbetriebnahme“ Missverständnisse und Streit entstehen, auch ggf. mit Vertragspartner:innen oder Subunternehmer:innen, sondern wie diese gelöst werden. - In der Regel steckt auch hier hinter jedem Vorwurf ein Wunsch, der im Rahmen eines Konfliktklärungsverfahren konstruktiv herausgearbeitet werden kann. - Mediation (hier ggf. mit zusätzlicher, externer rechtlicher Beratung) oder CP (hier direkte Einbeziehung des Rechts seitens der CP-Anwält:innen und ggf. Fachwissen anderer Expert:innen) bieten diesbezüglich die erforderlichen Tools.


Nach Berücksichtigung dieser Faktoren kann mit der Gründung und dem Betrieb der Unternehmung, z.B. der Agentur, des Designbüros, des Verlags, des Musiklabels oder der Filmproduktion, ... erfolgreich durchgestartet werden … auf der Suche nach dem anfänglichen Zauber.


Zur Person: Im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit als Medienanwältin begleitet Olivia Alig (Rechtsanwältin & zertifiz. Mediatorin, Frankfurt am Main) Klienten aus der Medien-, Kreativ- und Digitalbranche. Sie berät u.a. im Medien-, Urheber-, Lizenz-, Verlags-, Internet-, KI und Vertragsrecht sowie im Jugendmedienschutz. Dies umfasst auch die Einbeziehung des EU-Rechts und langjährige Branchenkenntnisse. Als lizenzierte Mediatorin QVM®, BAFM & BM® und als Rechtsanwältin in Cooperativer Praxis (DVCP®) ist sie auch zur Konfliktklärung im Medienrecht sowie Zivil-, Wirtschafts-, Familien- & Vertragsrecht und bei digitalen Konflikten tätig.




Weitere Infos zu Wirtschaft, Vertrag & Mediation: https://www.online-mediation-beratung.de/mediation-vertrag-wirtschaftsrecht


Kontakt:

Olivia Alig, Rechtsanwältin & Mediatorin, Frankfurt am Main Tel.:+49(0)69/66 16 97 -36 olivia.alig@medienanwaeltin.de


Frankfurt am Main, 20.01.2024

(c) Foto Department Studios, Thomas Pohl, 2023


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